Lernende Regionen-Förderung von Netzwerken —PRESSEINFO—

– 25.05.2004 –
Jungunternehmer trafen Wirtschaftsminister

Für die Mitwirkenden des Projektes Jungunternehmerschule war der 25. Mai 2004 ein besonderer Tag. Zwei Programmpunkte standen auf dem Plan: zum einen der Besuch des Technologiezentrums Schwerin und zum anderen die persönliche Übergabe der Fördermittelanträge an den Wirtschaftsminister.

Es ist mittlerweile schon Tradition geworden, dass die Schüler ihre Unternehmensideen im Wirtschaftsministerium präsentieren. Insgesamt neun Vertreter von Schülerfirmen, von der Pausenversorgung über ein Reisebüro bis zum Patentservice, stellten dem Wirtschaftminister Otto Ebnet ihre Geschäftsideen vor. Dieser zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ideen und der Professionalität der Präsentation. Da der Großteil der Schüler den Klassenstufen 8 und 9 angehört ist diese Leistung noch höher zu bewerten.

Allen Schülern war natürlich die Aufregung und Nervosität anzusehen, denn eine Präsentation vor dem Wirtschaftsminister des Landes gehört nicht unbedingt zu ihrem Tagesgeschäft. Es wurde aber deutlich herüber gebracht, dass es den Schülern Spaß und Freude macht, unternehmerisch tätig zu sein.

Von der unternehmerischen Tätigkeit und den Entfaltungsmöglichkeiten in einem eigenen Unternehmen konnten sich die Schüler bereits am Vormittag überzeugen. Sie besuchten die Firmen HIAT Hydrogen und MANET Marketing GmbH, beide ansässig im Technologiezentrum Schwerin. Die Vertreter beider Firmen stellten anschaulich dar, dass der unternehmerische Weg nicht immer geradlinig verläuft und dass die Etablierung am Markt einen gewissen Zeitraum, meist mehrere Jahre, erfordert. „Erfolg ist Verbindung – das ist unser Motto“, so Klaus-Peter Meyer, Geschäftsführer von MANET. „Und das bedeutet für uns: ständiger Kontakt zu den Kunden, immer auf dem aktuellsten Stand des Marktes und den Mitbewerbern immer eine Nase voraus sein und mit neuen zukunftsorientierten Ideen überzeugen.“
Der Erfahrungsaustausch mit den beiden Firmen war für die Schüler interessant und gewinnbringend. Einige nutzten die Gelegenheit, um sich den einen oder anderen Trick abzuschauen. Andere wurden konkret und vereinbarten bereits einen neuen Gesprächstermin, um eine mögliche Zusammenarbeit auszuloten und die Dienstleistungen der Schülerfirma anzubieten. Darüber hinaus haben die Firmenbesuche dazu beigetragen, sich über die entsprechenden Berufsfelder zu informieren. Ein wichtiger Aspekt, denn die Geschäftsführer bestätigten, dass junge Leute für Praktika immer gern genommen werden.

Die Jungunternehmerschule, die seit 1995 im Landkreis Güstrow etabliert ist und im Rahmen der Berufsfrühorientierung des Landes MV durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gefördert wird, bietet jedes Jahr interessierten Schülern die Möglichkeit, sich als Unternehmer auszuprobieren. Und von diesem Angebot wird reger Gebrauch gemacht. Gegenwärtig arbeiten 96 Schüler in 23 Miniunternehmen. Wie vom BilSE-Intitut und vom Förderverein Güstrow (beide Träger des Projektes) zu erfahren war, startet das Projekt wieder mit Beginn des neuen Schuljahres. Es ist offen für alle Schulformen. Interessierte Schüler und Lehrer können schon jetzt Kontakt aufnehmen zu Frau Regina Reinholdt, Tel: 03843-215905.

Quelle: Netzwerkmanagement

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